Author Archives: Tobias Knerr

Die beste Weltkarte für Barrierefreiheit

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen findet jedes Jahr am 3. Dezember statt, und OpenStreetMap begeht diesen Tag mit dem erklärten Ziel, die beste Weltkarte für Barrierefreiheit zu sein. OpenStreetMap ist schon lange eine Anlaufselle für offene Daten rund um Themen mit Bezug zu Behinderung.

Welche öffentlichen Orte sind für Menschen mit Behinderung zugänglich? Informationen zur Barrierefreiheit sind schwer zu finden und tauchen in gängigen Verzeichnissen und Apps nicht auf. Das macht die Teilhabe am täglichen Leben schwer.
Folie von WheelMap, Foto von Andi Weiland, gesellschaftsbilder.de

Wir haben Community-Mitglieder auf der accessibility-Mailingliste gefragt, warum und wie OpenStreetMap so nützlich ist.

Jean-Marie Favreau von der Université Clermont Auvergne erklärt…

The strength of OpenStreetMap is that it allows anyone to contribute accessibility data, whether they are local authorities, user associations, or individual contributors. Being a global project, it facilitates the sharing of observations and learnings of how the equipment, habits and practices of accessibility vary in different coutnries. Finally, the data is in a commons and managed by a community, so it more accurately reflects the reality of the territories it maps.

Nick Bolton von der University of Washington ergänzt…

When people with disabilities seek out map information, they find that accessibility information is missing or doesn’t account for their personal preferences; neither companies nor government agencies are consistently creating connected pedestrian map data flexible enough to meet the diversity of pedestrian concerns expressed by people with disabilities. OpenStreetMap is well-suited to fill this informational gap as it has a flexible and democratically extensible data model, can be mapped out by locals without waiting for an agency or company to dedicate resources or take on liabilities, and all data is immediately published and examined by the public.

Wir freuen uns, dass OpenStreetMap diese Bedürfnisse abdecken kann. Im Folgenden stellen wir einige der Anwendungen für Menschen mit Behinderungen vor und erklären, wie man selbst beitragen kann.

Anwendungen für Barrierefreiheit

Es gibt viele Anwendungen und Forschungsprojekte für Menschen mit Behinderungen, die OpenStreetMap nutzen, um Daten zu Barrierefreiheit zu sammeln und zu teilen, und um diese Daten in geeigneter Weise darzustellen.

Eine der bekanntesten Anwendungen für das Erfassen und Teilen von Informationen zur Barrierefreiheit ist Wheelmap. Wheelmap hilft dabei, die Barrierefreiheit von Einrichtungen herauszufinden und zu erfassen. Es gibt auch Apps für Android and iPhone. Wheelmap führt derzeit eine Kampagne zur Erfassung der Barrierefreiheit von Covid-19-Testzentren durch. Svenja Heinecke hat Wheelmap auf der State of the Map 2018 ausführlicher vorgestellt.

 Daten zu Gehsteigen sind entscheidend für die barrierefreie Navigation. OpenSidewalks entwirft Tagging-Schemata und Werkzeuge, um die Barrierefreiheit von Gehsteigen zu erfassen, und das Schwesterprojekt AccessMap erstellt individualisierte Routingpläne für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Beides sind Projekte des Taskar Center an der University of Washington. Dieser Ansatz wurde von der italienischen OpenStreetMap-Community in Padua und Mailand aufgegriffen, mit Beiträgen von Menschen mit Behinderungen, Schülern und anderen neuen Mappern.

Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die Navigation in Innenräumen. Hierauf konzentriert sich das Projekt AccessbileMaps der Technischen Universität Dresden in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie. Sie entwickeln Werkzeuge für die Erfassung von Gebäuden mit dem Simple-Indoor-Tagging-Schema, mit einem Fokus auf Information zu Barrierefreiheit, und produzieren Anwendungen, die OSM-Indoordaten nutzen, um blinden, sehbehinderten und mobilitätseingeschränkten Personen die Wegeplanung zu ermöglichen.

Ein Nutzer ertastet mit den Händen die erhabenen Linien und Flächen auf einer rechteckigen, aus Kunststoff gefertigten Karte eines Staddteils
Eine mit 3D-Druck und Touch Mapper erstellte taktile Karte in Benutzung

Diese Daten müssen dann in geeigneter Weise dargestellt werden, und dabei die Vielfalt und der Innovationsreichtum der Ansätze sind beeindruckend.

Taktile Karten helfen blinden oder sehbehinderten Menschen bei der Orientierung in ihrer Umgebung. Touch Mapper nutzt 3D-Druck zur Erstellung taktiler Karten aus OSM-Daten.

Soundscape von Microsoft Research hilft Nutzern mit Seheinschränkungen, sich bessere gedankliche Karten ihrer Umgebung aufzubauen. Mit Audiobeschreibungen von Orten können sie auf natürliche und intuitive Art ihre Umgebung erkunden und fühlen sich in neuen Umgebungen wohler und besser vernetzt. Die App setzt auf OpenStreetMap-Daten.

Das Compas-Forschungsprojekt an der Universität Clermont Auvergne entwickelt ACTIVmap in Partnerschaft mit anderen Forschern aus der akademischen Welt und der Privatwirtschaft, um multimodale Karten zu bauen, die taktiles, akustisches und haptisches Feedback nutzen, um geografische Daten darzustellen und mit ihnen zu interagieren.

Wie kann ich helfen?

StreetComplete fragt den Nutzer, welche Art von Rampe es an einer Treppe gibt.
StreetComplete-Quest zur Bearbeitung von Informationen zur Barrierefreiheit

Du kannst Tags mit Bezug zu Behinderungen natürlich mit gängigen OpenStreetMap-Editoren wie JOSM und iD oder mobilen Apps wie VespucciStreetCompleteOsmAND, und Go Map!! erfassen.

Das OpenStreetMap-Wiki hat einen umfassenden Überblick zu Tags, die für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen nützlich sind. Hier nur ein paar Beispiele, viele davon können mit StreetComplete schnell und einfach erfasst werden:

  • Blindenleitsysteme (tactile_paving=yes/no) und taktile Karten (information=tactile_map)
  • Stellplätze (amenity=parking_space + access=no + disabled=yes/designated)
  • Tonsignale an Ampeln (traffic_signals:sound=yes/no)
  • Information zu Treppen, etwa das Vorhandensein von Handläufen (handrail:left/right/center=yes/no), die Anzahl der Stufen (step_count=*) sowie die Existenz von Rampen (ramp=yes/no) und deren Typ
  • Rollstuhlzugänglichkeit von Läden und anderen Einrichtungen (wheelchair=yes/limited/no) sowie Toiletten (toilets:wheelchair=yes/no)

Viele andere Wege, um zu helfen, sind ebenfalls im Wiki dokumentiert. Du kannst OpenStreetMap beispielsweise Freunden vorstellen, die eine Behinderung habne, und sie fragen, was OSM für sie nützlicher machen würde. Du kannst eine Mapping-Party mit Fokus auf diese Arten von Objekten organisieren, die Wiki-Seiten in andere Sprachen übersetzen oder neue Anwendungen für Menschen mit Behinderungen entwickeln.

Das offene Tagging-System von OSM entwickelt sich stetig weiter. Wenn für etwas noch die richtigen Tags fehlen, kannst du dabei helfen, sie zu etablieren.

Schließ dich an

Lass uns wissen, wie du beiträgst! Und um den Kontakt mit der Community herzustellen, tritt der Mailing-Liste auf https://lists.openstreetmap.org/listinfo/accessibility bei, indem du eine E-Mail an accessibility-subscribe@openstreetmap.org schickst.

OSMF-Vorstandstreffen: Bring deine Anliegen ein!

CC-BY-SA 4.0 OSM CWG

Der Vorstand der OpenStreetMap-Foundation trifft sich im Mai zu einem Face-to-Face-Meeting in Brüssel, um sich über Pläne und Strategien auszutauschen. Dabei wollen wir diejenigen Themen priorisieren, die der OpenStreetMap-Community besonders am Herzen liegen. Daher bitten wir um Rückmeldung von euch, um besser zu verstehen, was euch persönlich wichtig ist.

Wir haben die folgende Umfrage mit 3 Fragen erstellt:
https://osmf.limequery.org/489698?lang=en

Danke für eure Beteiligung!

Austragungsort für State of the Map 2019 gesucht

 

 

 

 

 

Die Ausschreibung für die Austragung der State of the Map 2019 ist jetzt eröffnet:

State of the Map 2019 – Call for venues

Stellt euer Team auf und schlagt eure Stadt als Gastgeber der nächsten OpenStreetMap-Konferenz vor! Die State of the Map Working Group hilft euch dabei. Wir ermuntern euch, uns über team@stateofthemap.org so bald wie möglich zu kontaktieren, damit wir im Bedarfsfall helfen können.

Reicht euer Proposal bis zum 6. Mai 2018 ein.

Nimm bei OpenStreetMap am Summer of Code teil!

Google Summer of Code Logo (CC-BY-NC-ND 3.0 Google)

Du studierst? Du programmierst gern? Dann bietet dir der Google Summer of Code die Gelegenheit, ein paar Monate lang zu einem Open-Source-Projekt wie OpenStreetMap beizutragen und dafür bezahlt zu werden!

OpenStreetMap blickt auf eine zehnjährige Erfahrung in der Betreuung von Studentenprojekten beim GSoC zurück und wurde 2018 erneut von Google als Mentororganisation ausgewählt. Unsere Seite mit Projektideen umfasst eine Vielfalt an verschiedenen Aufgaben, Programmiersprachen und Technologien. Die Themen reichen dabei von der API-Entwicklung über 3D-Rendering bis zum ÖPNV. Und du bist nicht auf diese Liste von Vorschlägen beschränkt! Wenn du also Interesse hättest, an einem Projekt aus dem OSM-Ökosystem beizutragen, das hier nicht aufgeführt ist, sprich das gerne an!

Interesse? Dann lies am besten unsere Infos auf der GSoC-Website und nimm möglichst bald Kontakt zu möglichen Mentoren und zur OSM-Community auf. Wir empfehlen den IRC-Channel #osm-gsoc oder die Entwickler-Mailingliste als Einstiegspunkt, um dich vorzustellen und darüber zu sprechen, woran du arbeiten möchtest. Die diesjährige Bewerbungsphase beginnt am 12. März. Fang möglichst früh mit den Vorbereitungen an, um eine gelungene Bewerbung einzureichen!

Tritt jetzt der OpenStreetMap Foundation bei und gestalte die Zukunft des Projekts mit

Hebt eure Hand, wenn ihr OpenStreetMap mögt!

Jetzt hebt eure Hand, wenn ihr Mitglied der OpenStreetMap Foundation seid.

Wenn dir OpenStreetMap wichtig genug ist, dass du tagein, tagaus mappen gehst, Konferenzen besuchst, Blogposts schreibst, anderen beim Einstieg ins Projekt hilfst – dann solltest du Mitglied werden, um die OSMF zu unterstützen und die Zukunft von OSM mitzugestalten.

Du hast dann ein offizielles Mitspracherecht in der Führung der Foundation – der Organisation, die die Server besitzt und betreibt, die Lizenz hält, die State of the Map ausrichtet und lokale Unterorganisationen (Local Chapters) koordiniert. Mit dem stetigen Wachstum von OSM wird auch die OSMF immer wichtiger werden. Alle, deren Herz für OSM schlägt, sollten bei der OSMF mitmischen, um die große Zeitinvestition abzusichern, die sie als Mapper einbringen.

Von jetzt bis zum 11. November läuft eine Mitgliedschaftskampagne für die OSMF. Wenn du kein Mitglied bist, tritt jetzt bei. Du kannst auch helfen, indem du diese Information in sozialen Netzwerken teilst, an Freunde weitergibst oder auf lokalen Events und Konferenzen weiterverbreitest.

Würdest du gerne beitreten, aber dir fehlt eine geeignete Zahlungsmöglichkeit? Es wird bald eine Lösung geben, um den Mitgliedsbeitrag in solchen Fällen zu erlassen – bleib dran!

Einbringen kannst du dich auch, indem du der Membership Working Group beitrittst oder einfach nur deine Ideen zur Mitgliederwerbung dort vorschlägst.

Tritt der Foundation bei – denn die Zukunft des Projekts sollte von denjenigen gestaltet werden, denen es am meisten am Herzen liegt.

Rückblick auf den Google Summer of Code 2017

Der diesjährige Google Summer of Code ist inzwischen erfolgreich zu Ende gegangen. Uns gibt das Gelegenheit für eine Zusammenfassung und einen genaueren Blick auf die einzelnen Projekte. Für OSM ist dies bereits die zehnte erfolgreiche Teilnahme. Vielen Dank daher an Google für die erneute Unterstützung, und an die Engineering Working Group für die Organisationsarbeit in diesem Jahr!

Der Google Summer of Code ist ein Programmierstipendium von Google, das studentische Entwickler mit Open-Source-Projekten zusammenbringt. Studierende können sich je nach ihren Interessen und Fähigkeiten bei den teilnehmenden Projekten bewerben. Diejenigen Studierenden, deren Bewerbung akzeptiert wird, erhalten von Google eine Finanzspritze, um einen Sommer lang an ihrem Programmierprojekt arbeiten zu können und wertvolle Erfahrungen bei der Arbeit an realen Aufgaben zu sammeln.

In diesem Jahr hatten wir 5 Projekte, allesamt mit sehr guten Studierenden. So konnten alle Projekte mit Erfolg abgeschlossen werden. Es gab auch noch zwei weitere Projekte mit OSM-Bezug, die von anderen Organisationen als der OSMF betreut wurden: Indoor-Support für Marble auf OSM-Basis und eine Plugin-Schnittstelle für die Darstellung von OSM-Daten in NASA Web WorldWind. Einen Wermutstropfen gab es aber auch: Google hatte uns sogar noch mehr Projektslots zugeteilt, für die wir auch Bewerbungen von zwei weiteren ausgezeichneten Studierenden hatten – daraus wurde aber aufgrund von Umständen außerhalb unserer Kontrolle leider nichts.

Da aber sicher nicht jeder die Arbeiten der Studierenden mitverfolgt hat, hier ein kleiner Überblick über die Ergebnisse des diesjährigen Summer of Code:

OpenGL-Renderer für libosmscout

Den Anfang macht ein Projekt im Zusammenhang mit libosmscout, einer C++-Bibliothek für Offline-Kartenrendering, Routing und Location Lookup. Was libosmscout momentan noch fehlt ist ein Renderpfad auf Basis von OpenGL.

Tim Teulings, der Mentor für dieses Projekt, äußerte sich sehr glücklich darüber, dass Fanny diese Aufgabe übernommen hat: Es habe sich um ein oft nachgefragtes Feature gehandelt, aber den bestehenden Entwicklern habe es an Zeit oder einschlägiger Erfahrung gefehlt. Eine großartige Studentin wie Fanny war da ein Glücksfall. Und nicht nur das, sie hat auch angekündigt, weiter an dem Projekt arbeiten zu wollen.

Ihr Teil der Bibliothek mit einer kleinen Demo-Anwendung ist auf Github einsehbar, und ihre Arbeit wurde kontinuierlich in den Hauptentwicklungszweig eingepflegt.

© OpenStreetMap contributors

Wie hier sichtbar wird, funktioniert ihr Renderer gut und produziert ansehnliche Karten. Ziel war die korrekte Unterstützung von Flächen, Ways, Beschriftungen und Untergrund. Zusätzlich unterstützt der Code jetzt die meisten Stylingoptionen und funktioniert auf Linux sowie auf Windows. Weitere Informationen über die Arbeitsergebnisse findet ihr in ihrem Benutzerblog.

Wir hoffen, dass Fanny ihren Plan in die Tat umsetzt, weiter an libosmscout zu arbeiten, und so unserer OSM-Gemeinschaft erhalten bleibt!

3D Model Repository

Das nächste Projekt in der Reihe ist das 3D Model Repository von Pedro (auch bekannt als n42k). Die Projektidee gab es schon eine Weile, aber in der Vergangenheit hatten wir entweder keine guten Bewerbungen oder nicht genug Slots. In diesem Jahr hatten wir beides!

Eiffel Tower Model by joe89v (source)

Die Idee ist an sich einfach zu erklären: “Wir wollen eine Website, auf der 3D-Modelle für OSM hochgeladen werden können.” Trotzdem waren viele Entscheidungen zu treffen: Anders als frühere Versuche, die sich auf Gebäude konzentiert hatten, ist die Website jetzt für eine große Bandbreite an Modellen gedacht. Sie wird sich zumindest zu Beginn auf OBJ als Dateiformat konzentieren und wird eindeutige IDs bereitstellen, die in OSM leicht verlinkt werden können. Um sicherzustellen, dass die Modelle auch mit den Anforderungen der diversen Anwendungen im OSM-Umfeld kompatibel sind, betreuten Entwickler von zwei 3D-Renderern (OSM2World and OSMBuildings) das Projekt gemeinsam.

Einige von Pedros Ergebnissen sind in seinem Benutzerblog nachzulesen, seine willkommenen Codebeiträge finden sich auf Gitlab. Derzeit sind die Mentoren noch im Gespräch mit der Licensing Working Group und anderen, um Themen wie Hosting, Branding und einige rechtliche Fragen (z.B. im Zusammenhang mit der Geocoding Guideline) zu klären, aber wir gehen davon aus, dass die Seite im Laufe dieses Jahres online gehen wird.

Verbesserung JOSM-Plugin PT Assistant

Ein weiteres Projekt in diesem Jahr war die Verbesserung des Plugins PT Assistant für JOSM durch Giacomo Servadei. Obwohl der Name des Plugins nahelegt, dass es ausschließlich um ÖPNV geht, ist der Umfang des Projekts gewachsen, so dass nun auch Wander- und Fahrradtrouten berücksichtigt werden.

Daneben arbeitete Giacomo nach Kräften daran, das Plugin zu erweitern und es noch nützlicher zu machen. Zum Beispiel erlaubt es jetzt das Sortieren von Haltestellen abhängig von der Reihenfolge der Ways in der Routenrelation, und es hilft, Routenrelationen beim Aufteilen von Kreisverkehren intakt zu halten. Es hat auch bessere Prüfungen für Probleme und bietet jetzt Verbesserungsvorschläge an (z.B. für einzelne fehlende Ways oder für Routen, die nicht sauber an einem stop_position-Node in der Nähe eines dazugehörigen platform-Nodes beginnen oder enden).

Mehr zu Giacomo’s Hauptresultaten und seinen detaillierten Zeitplan ist im Wiki zu finden. Dazu gehören auch Links auf relevante Tickets und Patches. Alle seine Arbeiten wurden integriert und ihr könnt das Plugin einfach aktivieren und das Ergebnis selbst testen. Darüber hinaus gibt es weitere Informationen auch in Blogposts (1, 2) von Polyglot, der Giacomos Mentor bei diesem Projekt war.

Webbasierter ÖPNV-Editor

Dkocich arbeitete an einem ähnlich gelagerten Projekt, diesmal war es allerdings kein JOSM-Plugin. Stattdessen war das Ziel, eine Website fürs Bearbeiten von ÖPNV-Relationen zu erstellen, ohne einen kompletten Editor starten zu müssen.

Der Editor ist zwar noch nicht gemerged, dies wird aber vermutlich bald geschehen. Bis Dkocichs Hauptmentor Ilya die finale Version veröffentlicht, könnt ihr bereits einen Blick auf die Testversion OSM Public Transport Editor werfen. Ihr könnt auch den zugehörigen Code im Github-Projekt ansehen.

JOSM-Refactoring

Bei diesem Projekt geht es ganz und gar um den Kern-Code von JOSM. Das Projekt wurde von Michael Zangl betreut, der in den beiden vergangenen Jahren als Studierender am GSoC teilgenommen und an verschiedenen JOSM-Aufgaben gearbeitet hatte – eine Erfahrung, der er sein tiefes Verständnis für JOSMs Innereien verdankt. Dieses Projekt begann als Vorhaben, eine saubere Schnittstelle für die Menüleiste bereitzustellen, aber die Projektziele wurden während des Sommers etwas erweitert und verändert.

Bogdans warf sich in die Arbeit und machte sich mit der Codebasis von JOSM vertraut. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind auf seiner Wiki-Benutzerseite zu sehen, die auch die von ihm bearbeiteten Tickets und Patches auflistet.

Ein großer Teil seiner Arbeit war “unter der Haube”, so dass diese Verbesserungen vermutlich nur JOSM- oder Pluginentwicklern auffallen. Es gibt aber auch für alle sichtbare Verbesserungen: Bogdans hat eine vorlagenbasierte Suchfunktion eingebaut und auch das Herunterladen von der Overpass-API in den Downloaddialog integriert. Darüber hinaus gibt es jetzt einen Wizard, der Mappern dabei hilft, Overpass-Anfragen zu formulieren – ähnlich wie die von Overpass Turbo bekannte Funktionalität.

Auch hier finden sich weitere Informationen im Benutzerblog von Polyglot, der als Co-Mentor fungierte.

Zusammenfassung

Es war wieder ein großartiger Google Summer of Code und wir sind sehr glücklich, dass wir teilnehmen konnten. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei allen Studierenden für ihre Arbeit bedanken und sind optimistisch, dass auch ihr als Nutzer von der einen oder anderen Verbesserung profitiert. Ein großes Dankeschön auch den Mentoren, die in ihrer Freizeit den Studierenden bei der Bewältigung ihrer Aufgaben geholfen haben, und der EWG für die Übernahme der organisatorischen Aufgaben.

Im Anschluss an den diesjährigen GSoC hatten wir eine kleine Umfrage unter unseren Mentoren durchgeführt, und obwohl einige von ihnen viel Zeit investieren mussten, war das Feedback einstimmig: Es war die Zeit wert und OSM sollte nächstes Jahr wieder teilnehmen. Daher bitten wir hiermit die EWG darum, auch nächstes Mal wieder eine Bewerbung für OSM beim GSoC einzureichen!

State of the Map Asia 2017: Von der Erstellung zur Nutzung von OpenStreetMap-Daten

Wir laden dich zur State of the Map Asia 2017 ein, die am 23. und 24. September im nepalesischen Kathmandu zu Gast ist.

Die State of the Map Asia (SotM-Asia) ist die jährliche OpenStreetMap-Konferenz, die von OSM-Communitys in Asien organisiert wird. Die erste SotM-Asia fand 2015 in Jakarta (Indonesien) statt, die zweite 2016 in Manila (Phillipinen).

Die diesjährige Konferenz, die dritte in der Reihe, wird am 23. und 24. September 2017 im Park Village Resort, Budhanilkantha, Kathmandu stattfinden – eine grüne Oase der Ruhe mitten im geschäftigen Stadtleben von Kathmandu.

Auf der Veranstaltung treffen sich um die 200 OpenStreetMap-Enthusiasten aus Asien und dem Rest der Welt. Sie bietet eine Gelegenheit für Mapper, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, ihr Netzwerk auszubauen, und gemeinsam Ideen für die Verbesserung der Kartenabdeckung auf dem asiatischen Kontinent zu erarbeiten. Das Motto, das wir für die diesjährige Konferenz gewählt haben, ist “von der Erstellung (bis) zur Nutzung” (“from creation to use”) von OpenStreetMap-Daten. Hintergrund dafür ist, dass die Menge der gesammelten Daten im letzten Jahrzehnt deutlich gewachsen ist, aber Asien bei der Nutzung dieser Daten immer noch hinter anderen Kontinenten zurückliegt. Wir glauben, dass es in diesem Jahrzehnt ein starkes Wachstum im Geosektor und der Art und Weise, wie Menschen OSM-Daten nutzen, geben wird. Darüber hinaus wird die Veranstaltung dazu beitragen, stärkere Bande zwischen den verstreuten OSM-Communitys des größten Kontinents der Erde zu knüpfen und die Zusammenarbeit zu verstärken.

Auf http://stateofthemap.asia findest du weitere Details und Neuigkeiten zur Konferenz.

Inhalte

Die Konferenz wird eine virtuelle Eröffnungsrede von Kate Chapman (Vorsitzende der OpenStreetMap Foundation) sowie Keynotes von Dr. Lee Schwartz (Geographer of the United States of America) und Prof. Taichi Furuhashi (Professor an der Universität Aoyamagakuin und Präsident der CrisisMappers Japan) bieten.

Mit Stolz können wir außerdem ein weiteres Highlight der diesjährigen State of the Map Asia ankündigen: 15 Länder-Präsentationen, die alle Regionen Asiens abdecken (Zentralasien, Ostasien, Nordasien, Südasien, Südostasien und Westasien). Die Konferenz wird auch Vorträge aus der gesamten Themenspanne um Erstellung und Nutzung von OSM-Daten bieten, mit mehreren parallelen Sessions und Rednern aus vielfältigen Tätigkeitsbereichen wie Katastrophenschutz, Regierung, Unternehmen und Kunst. Nicht zuletzt wird es auch ein Regierungsforum geben, wo hochrangige Regierungsvertreter aus Südasien über die Erstellung und Nutzung von OSM-Daten diskutieren – und über Bestrebungen in Regierungskreisen, OSM offiziell als Datenquelle für Dienste anzuerkennen.

Teilnehmen

Kathmandu Living Labs, dem diesjährigen Gastgeber der Konferenz, ist es gelungen, Vollstipendien für mehr als zwanzig Mitglieder der asiatischen OSM-Community sowie fünf Teilstipendien zu ermöglichen.

Der Besuch der Konferenz ist für alle OSM-Communitymitglieder kostenlos, und Anmeldungen sind mit dieses Formular möglich. Park Village Resort, das Konferenzhotel, bietet ermäßigte Konditionen für Konferenzteilnehmer. Die Konditionen gelten nur für Reservierungen über dieses Formular.

Der Herbst gehört zu den besten Jahreszeiten, um Nepal zu besuchen. Dashain – das berühmteste Fest Nepals – findet auch zu dieser Zeit statt und wir empfehlen allen Besuchern, sich nach der Konferenz die Feierlichkeiten nicht entgehen zu lassen.

Wir freuen uns darauf, dich am 23.–24. September 2017 in Kathmandu zu treffen!

Das Organisationteam der SotM-Asia 2017

Danke an die Organisatoren der SotM 2017

Die internationale OpenStreetMap-Konferenz State of the Map 2017 fand letztes Wochenende in Aizu Wakamatsu in Japan statt. Drei fantastische Tage voller Vorträge und Workshops rings um OpenStreetMap! Danke dafür an alle Teilnehmer!

Hier ist das Gruppenfoto (für die, die früh aufgestanden sind, um dort zu sehen zu sein). In der Facebook-Gruppe gibt es noch viele weitere Fotos, lizenziert unter der CC-BY-SA-4.0.

Ein großes Dankeschön auch an das SOTM-Orgateam. Dazu zählen neben einer Gruppe von langjährigen Konferenz-Starorganisatoren natürlich die Mitglieder des Lokalteams, die dieses Mal unsere wunderbaren Gastgeber in Japan waren.

Die Leute, die sich um die Videoaufzeichnungen gekümmert haben, haben flott gearbeitet und alle Aufzeichnungen aus den beiden Haupträumen veröffentlicht:

Session-Videos

 

Wie erwähnt gibt es auch eine große Fotosammlung in einer Facebook-Gruppe. Werft auch einen Blick auf die #sotm-Tweets, und die Wikiseite, wo neben diesen Links auch Blogeinträge und ähnliches ihren Platz finden. Wir haben auf der Konferenz so viele Ideen ausgetauscht, lasst sie uns weiter verfolgen! Und bleibt dran für mehr Posts über Themen im Zusammenhang mit der Konferenz!

Treffen wir uns bei der State of the Map in Japan!

Die Communities sind integraler Bestandteil von OpenStreetMap, und bei den State-of-the-Map-Konferenzen, die rund um den Globus stattfinden, wird der Wesenskern dieser Communities zelebriert. Den Rest des Jahres können wir mit anderen Mappern über verschiedene Kanäle wie die OSM-Benutzerblogs, Mailinglisten, das OSM-Forum und viele mehr interagieren, aber nur selten haben wir die Gelegenheit, Mapper zu treffen, die nicht in unserer Nähe wohnen. Die State of the Map ist zu einem Ort geworden, wo die OSM-Benutzernamen Gesichter bekommen und ein Gegenstück zur Onlinewelt von OSM werden, mit der wir jeden Tag im Kontakt stehen.

Um so viel wie möglich aus dieser Gelegenheit zu machen, kannst du jetzt diese Teilnehmerliste nutzen. Du kannst dort deinen Benutzernamen hinzufügen und kurz beschreiben, an welchen Projekten du gearbeitet hast oder noch arbeitest, aus welchem Land du kommst, an welchen Tagen du die Konferenz besuchen wirst und wie man dich erreichen kann.

Foto von Harry Wood, CC BY-SA 2.0 auf Flickr

Warum ist das nützlich? Es erleichtert dir, mit Menschen aus anderen Teilen der Welt in Kontakt treten, die an ähnlichen Projekten arbeiten wie du selbst. Du kannst deine Anreise mit anderen Mappern abstimmen. Die Liste kann dir dabei helfen, gemeinsame Arbeitsgruppen und Treffen zu organisieren und vor vor allem das meiste aus deiner Zeit bei der State of the Map zu machen.

Denk daran, deine Informationen einzutragen und einen Blick auf die Teilnehmerliste zu werfen, bevor du zur State of the Map aufbrichst!

Wir sehen uns in Japan!

Anmeldung für die State of the Map 2017 eröffnet

Eintrittskarten für die State of the Map 2017 sind ab sofort erhältlich! Melde dich dort für das internationale Treffen der OpenStreetMap-Community an. Schnellentschlossene können sich ein vergünstigtes Frühbucherticket sichern!

Hol dir hier dein Ticket

Die State of the Map hat für jeden, der sich für Themen rund um offene Geodaten begeistern kann, etwas zu bieten. Während der Haupttage der Konferenz stehen knapp 50 Vorträge auf dem Programm. Hinzu kommen offene Räume für Treffen sowie der Ausstellerbereich, der beste Voraussetzungen dafür bietet, Menschen und Organisationen aus dem OpenStreetMap-Umfeld kennen zu lernen. Wir erwarten hunderte Mitglieder der OpenStreetMap-Community und hoffen, dass auch du dabei bist!

„早起きの鳥は虫を捕らえる.“ Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder eben das Ticket.