Richtlinien zu organisiertem Bearbeiten

OpenStreetMap lebt von seiner Community. Ursprünglich wurde das Projekt von Einzelpersonen vorangetrieben, aber in Folge des Wachstums und der zunehmenden Popularität von OSM sind zunehmend auch organisierte Mappingaktivitäten anzutreffen: Firmen, die Mappingteams beschäftigen, aber auch unbezahlte Gruppen wie Schulklassen, die zur Arbeit an OSM angeleitet werden.

Organisierte Mappingaktivitäten sind ein integraler Bestandteil der heutigen OSM-Landschaft und können, wenn sie gut gemacht sind, die Daten verbessern und zu einer weiteren Verbreitung von OSM beitragen.

Die OpenStreetMap Foundation hat Richtlinien zum organisierten Bearbeiten (Organised Editing Guidelines) erstellt, die Erwartungen, Konsens und etablierte Konventionen zusammenfassen und das Ergebnis von Diskussionen mit der Community, Mitgliedern des Advisory Boards der OSMF und humanitären Mappingaktivitäten sind. Ihr Ziel ist es, einen gemeinsamen Rahmen für organisierte Mappinginitiativen und die Communities zu schaffen, um gutes organisiertes Bearbeiten zu fördern. Sie sind nicht für Communityaktivitäten wie Mappingparties unter Freunden oder Vorträge zu OSM in einem örtlichen Verein gedacht. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du die Guidelines anwenden sollst, frage deine lokale Community um Rat.

Die Organised Editing Guidelines sind hier zu finden: 
https://wiki.osmfoundation.org/wiki/Organised_Editing_Guidelines

Die Guidelines wurden dank der Freiwilligen der Data Working Group entwickelt, mit etlichen Feedbackrunden aus der Community, und wurden vom OSMF-Vorstand angenommen. Inoffizielle Übersetzungen sind hier zu finden: https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Organised_Editing_Guidelines 
Du kannst dort deine Übersetzung hinzufügen oder sie der Communication Working Group (unter communication@osmfoundation.org erreichbar) schicken.

Bearbeitungen, die als Teil einer organisierten Aktivität entstanden sind, können manchmal problematisch sein, oder es gibt Kritik von anderen Communitymitgliedern an der Richtigkeit oder Qualität der Daten. Wie bei anderen Meinungsverschiedenheiten wird die Data Working Group auf schiefgelaufene organisierte Aktivitäten reagieren. Eingreifen wird sie aber nur bei tatsächlich problematischen Bearbeitungen, die Verletzung einer der Guidelines an sich wird nicht sanktioniert. Das Ziel der Guidelines ist es insgesamt, einen Rahmen für “erhebliche, substanzielle” Aktivitäten zu definieren: “Wir wollten etwas, das Gelegenheitsevents nicht abschreckt, aber uns erlaubt, eine wildgewordene Geographieklasse oder einen fehlgeleiteten Freiwilligen-Mapathon zu regulieren.”

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